Reisen nach Indien
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Religionen

 

In Indien entstanden vier große Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Infolge von Eroberungen kam der Islam hinzu und durch frühe Missionierungen im ersten Jahrhundert auch das Christentum. Der Parsismus ist aufgrund von Einwanderung in Indien zu finden. Die bevorzugte Religion war über Jahrhunderte hinweg der Buddhismus. Der Hinduismus starb nie aus und konnte seine Stellung als Religion immer wieder behaupten. Indisch Händler brachten den Hinduismus bis nach Indonesien und Malaysia. Bis heute ist Indien ein hinduistisch geprägtes Land und doch hat Indien die weltweit drittgrößte muslimische Bevölkerung.

 

Die Grundlage des Hinduismus ist die Veda. Dies sind religiöse Texte, deren älteste auf 1.200 v. Chr. zurück geht. Erst im 19. Jahrhundert jedoch wurde die Bezeichnung „Hinduismus“ geläufig. Der Hinduismus verbindet Ströme mit einer ähnlichen Glaubensgrundlage. Im Hinduismus gibt es keinen Religionsstifter und auch kein einheitliches Glaubensbekenntnis oder eine Zentralbehörde. Es gibt religiöse Lehrer (Gurus) und Priester, die einen sehr hohen Stellenwert für den persönlichen Glauben haben. Die bekanntesten Richtungen im Hinduismus sind der Shivaismus und der Vishunismus. Die Ureinwohner Indiens blieben gegenüber zahlreichen Missionsversuchen der größeren Religionen standhaft und behielten ihre ganz eigene Religion. Jedoch haben auch diese Völker einiges mit dem Hinduismus gemeinsam, wie z.B. den Glauben an die Reinkarnation, eine Göttervielfalt sowie eine Art von Kastenwesen.

Der Buddhismus ist vor allem als „Neobuddhismus“ bei den unberührbaren Kasten bekannt. Auf diese Art und Weise versuchen sie, den Diskriminierungen des Kastensystems zu entkommen. Die Bewegung wurde durch den Rechtsanwalt Bhimaro Ramji Ambedkar ins Leben gerufen, der selbst einer unberührbaren Kaste angehörte. Zu den traditionell buddhistischen Gegenden gehört Ladakh und Sikkim.

 

Die Parsen sind eine wohlhabende und einflussreiche Gemeinschaft mit gerade einmal 70.000 Menschen. Überwiegend leben diese in Bombay. Obwohl nicht viele dieser Religion nachgehen spielt ihr soziales Engagement in der indischen Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Die Parsen sind in Europa vor allem wegen ihre Bestattungsgegebenheiten bekannt. Die Jainas sind ebenfalls wohlhabend. Aufgrund ihres Glaubens ist ihnen das Töten von Lebewesen verboten, weshalb sie überwiegend Kaufleute und Händler sind. Parsen sowie Hainas gehören in Indien der Mittel- und Oberschicht an.

 

Die indischen Muslime gehören der sunnitischen Richtung an und zudem leben mehr als 20 Millionen Schiiten in Indien. Zudem gibt es kleinere Glaubensrichtungen innerhalb des Islams. Die „Dar ul-Ulm“ in Devband ist eher fundamentalistisch und beruft sich u.a. auf die afghanischen Taliban. Für Muslime ist es in Indien recht schwierig, da sie ärmer und ungebildeter sind als der Durchschnitt. Auch in der Politik und im Staatsdienst sind sie nicht besonders zahlreich vertreten.

Die Sikhs sind überwiegend im Nordwesten von Indien zu Hause. Ihre Stellung in der Gesellschaft ist vor allem durch militärische Erfolge und der Mitwirkung im politischen Leben geprägt.

Eine weitere Religionsgemeinschaft sind die „Thomaschristen“, die heute im Bundesstaat Kerala zu finden sind und dort einen erheblichen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen. Diese Religion geht auf den Apostel Jesu, Thomas, zurück, der 53 n. Chr. nach Indien gekommen sein soll und an der südlichen Malabarküste mehrere Gemeinden gegründet hat. Der römischen Katholizismus kam durch die portugiesischen Missionare im späten 15. Jahrhundert nach Indien. Er wurde entlang der Westküsten, besonders in Goa verbreitet, sodass hier bis heute der größte Teil der christlichen Bevölkerung Indiens zu Hause ist. Bis 1948 lebten rund 25.000 Juden in Indien, die jedoch ihre Heimat in Richtung Israel verließen. Heute wird die Anzahl der Juden auf knapp 5.000 geschätzt.

Zu den Grundsätzen des indischen Staates zählt der Laizismus, der eine Trennung von Staat und Religion vorsieht. Dies ist sogar in der Verfassung verankert. Die Glaubensgemeinschaften leben seit Jahrhunderten mehr oder weniger friedlich miteinander und doch kommt es immer wieder zu regionalen religiös motivierten Auseinandersetzungen. So kam es 1947 zwischen Hindus und Muslimen zu Ausschreitungen, als Indien geteilt wurde. Und auch im Bangladesh-Krieg 1971 gab es Aufruhen. Bis heute brechen diese zwischen den Anhängern beider Glaubensrichtungen immer wieder aus. Nach wie vor ist Kashmir ein Konfliktpunkt. Die überwiegend muslimische Bevölkerung tritt teilweise sehr gewalttätig für die Unabhängigkeit oder den Anschluss an Pakistan ein. Die Erstürmung und Zerstörung der Babri-Moschee in Ayodhya durch extremistische Hindus im Dezember 1992 war einer der Höhepunkte der Auseinandersetzungen. Grund hierfür war, dass das islamische Gotteshaus auf einer Stelle errichtet wurden, an dem einst ein bedeutender Hindu-Tempel stand, der den Geburtsort Ramas markierte. 2002 gab es die letzen Unruhen in Gujarat, als 59 Hindus-Akitivisten in einem Zug verbannten. Die Folge waren sehr gewalttätige Ausschreitungen, bei denen 2.000 Menschen, überwiegend Moslems, zu Tode kamen.

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